laeufer Chronik CFC Hertha 06 l

Diese Chronik beinhaltet nicht den kompletten Werdegang und sportlichen Erfolge des Vereins. Es dient nur zur kurzen Übersicht. Wesentlich genauere Angaben finden Sie in den Jubiläumsheften am Ende der Seite die Sie mit Hilfe eines Adobe Readers downloaden und lesen können. 
     
1905 -

Im Frühjahr finden sich ein paar Burschen von der Schlosserei Blume auf dem "Schlorrndorfer Exer" (Exerzierplatz der Elisabether, heute steht dort der Funkturm und das Messegelände) zum Fußballspielen ein.

1906 - Vereingründung am 05. März unter dem Namen "Charlottenburger Fussball-Club Vorwärts" als Vereinsfarben wurde grün-weiß-grün bestimmt, Spielkleidung: weißes Hemd - schwarze Hose. Als Wappen ragte ein schwarzer Adler mit einem kleinem grün-weißes Emblem auf der Brust.
Im Juli folgte eine Namensänderung in "Charlottenburger Fussball-Club Hertha 06". Der Adler weicht einer grünen Schärpe die quer übers Trikot verläuft.
1906/07 - Gründung des B.B.B. (Berliner Ballspiel Bund) und Aufnahme des Vereins mit zwei Mannschaften.
Die Saison wurde mit einem 6. Tabellenplatz abgeschlossen.
1908 - Als neue Spielkleidung wurde grün-weiß-rot gewählt. Der Umzug vom "Exer" zum Sportplatz Kirschenallee in Westend folgte, die Umkleide war in der Nußbaumallee.
Die erste Jugendmannschaft konnte im Oktober am Spielgeschehen teilnehmen.
1909 - Wieder Umzug zum "Schlorrndorfer Exer", das Umkleidelokal befand sich Neue Kantstr. Ecke Witzlebenerstr.. Die zweite Mannschaft errang zum ersten mal eine Meisterschaft.
Der B.B.B. wurde aufgelöst und dem M.F.B. (Märkischer Fußball Bund) angegliedert.
1911 - Alemannia wurde Meister - CFC Hertha 06 wurde als "2. Meister" benannt.
1920 - 1. Aprilsonntag Einweihung des Sportplatzes Olberstr. (unser heutiger Sportplatz; der Zugang erfolgte damals über die Olberstr.)
Zusammenschluss mit Stern 1919. Ein Stern wird in das grüne Farbenfeld des Wappen integriert. Etwas später Eintrag ins Vereinsregister.
1923/24 - 1. Jugendmeisterschaft des Vereins
1924/25 - 1. V.B.B. Meisterschaft
1933/34 - Zwangsvereinigung mit Brandenburg 03 unter dem Namen "Brandenburg-Hertha 06"
1934/35 - Auflösung der Zwangsvereinigung (was für ein Glück damals)
1937/38 - 2. Herrenmannschaft errang die Meisterschaft.
1945

- 1. Fußballspiel in Berlin nach dem Krieg. Charlottenburg Hertha 06 - Wilmersdorf (BSV 92) Endstand 2 - 5
1949 - 11. Juni Neugründung am Gustav-Adolf Platz (heutigen Mierendorffplatz).
29. Juni Training auf der Olberstr., den Platz mussten wir uns mit Brandenburg 03 teilen.
1950 - Neue Kabinen und der Platzeingang an der Brahestrasse. Gründung der Schachabteilung!
1951 - Installation der Lichtanlage auf dem Platz.
Wiederherausgabe der Vereinszeitung "Der Herthaner"
1953 - Im Februar Umzug zum Kühlen Grund wegen Platzrenovierung.
Im August Platzeinweihung der Olberstr. Spiel gegen TeBe Endstand 1 : 1
1979 - Sanierung Sportplatz (Kunstrasen) und Kabinen.
     
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# 1950 Gründung der Schachabteilung #

Schach bei Hertha 06 von Walther Schetschorke † (die Jahre bis 1955)

Das Schachspiel ist zwar nicht jedermanns Sache, wer es aber erst richtig erkannt hat, der gibt sich ihm mit allen Fasern seines Herzens hin. Dass sich eine Schachgruppe aber aus den Reihen der Fußballspieler konstituiert wie bei uns, dürfte wirklich nicht zu oft vorkommen. Bei unserm Vereinswirt lag so ein Schachbrett herum, und da war es Karl Lehmann, der sich mit einer Handvoll Interessierter ans Brett setzte, um mit ihnen dem üblichen Sonntagstrubel im Vereinslokal zu entgehen. Zu diesem Kreis schachspielender Fußballer gehörten damals Karl Lehmann, Willi Zeitler, Alfred Maserath, Hans Hemm, W. T. und Franz Ost.

Die Idee zur Gründung einer Schachgruppe nahm konkrete Formen an und am 1. Februar 1950 traf man sich zur ersten Runde des ersten Turniers bei Hertha 06; womit für uns das Datum des Gründungstages gegeben ist.
Das Restaurant Kleinitzke (an der Schloßbrücke) war zum Schachlokal auserwählt worden, da uns unser Vereinslokal Neumann nicht zur Verfügung stand. - Zu den bisher erwähnten Schachfreunden kamen noch hinzu: Günter Klepke, Willi Helle, Werner Reinhardt, W. Lehmann, Ernst Krause und Kurt Moldenhauer. Als Gäste nahmen Dziallas, Gossert und G. Walter am Turnier teil, die aber gesondert gewertet wurden. Sieger wurde mit 19 Punkten Kurt Moldenhauer, der dann auch bald die Leitung der Abteilung übernahm. Auf dem 2. Platz endete Günter Klepke (13) vor Ernst Krause (12 ½).
Es fanden sich noch mehr Schachfreunde ein, die Arbeit wurde umfangreicher.

Am 6. Juli 1950 wurde dann im Vereinslokal in der ersten Mitgliederversammlung der erste Vorstand der Schachgruppe gewählt: Kurt Moldenhauer zum Vorsitzenden, Walther Schetschorke übernahm die Arbeiten des Schriftführers und Spielleiters und Werner Reinhardt wurde zum Kassierer gewählt.
Im Oktober begann das nächste Turnier schon mit 22 Teilnehmern, obwohl vom ersten Turnier buchstäblich nur fünf Teilnehmer übriggeblieben waren. In dem doppelrundigen Turnier wurde wiederum Kurt Moldenhauer Sieger mit 29 ½ Punkten vor Walter Höhne (25 ½) und Horst Weber (25). Das Spielniveau war noch sehr niedrig und wird dadurch erhellt, wenn man hört, daß an einem Abend bis zu drei Partien beendet wurden! - Trotzdem fühlten wir uns "sehr stark", und Kurt Moldenhauer arrangierte den ersten Klubkampf gegen den A-Verein Siemens. 12:2 siegten die Siemensstädter, wobei lediglich Schetschorke an Brett 7 und Maserath an Brett 14 Punkte für Hertha holten.
Der Sommer 1951 wurde mit einem Turnier nach Schweizer System ausgefüllt, wobei 8 Runden zu spielen waren. Es endete mit einem überraschenden Sieg von Walter Schetschorke (6) vor Kurt Moldenhauer (5,5) sowie Günter Blank und Walter Höhne mit je 5 Punkten.
Am 1. August 1951
traten wir dem Berliner Schachverband bei und meldeten für die Berliner Mannschaftsmeisterschaften gleich zwei Mannschaften, denn unser Kreis hatte sich inzwischen auf 27 Mitglieder erhöht. Wir starteten in der Klasse B und konnten auf Anhieb den 3. Platz hinter Pankow II und Weiße Dame I belegen. Die 2. Mannschaft wurde in der C - Gruppe Letzter. Es wird vielleicht interessieren, wer damals schon in unseren Reihen für uns gekämpft hat:    1. Mannschaft: Moldendenhauer, Höhne, Weber, Kulick, M. Hanisch, Blanck, Donath, Petznick, Ott, Dreilich, Schetschorke. 2. Mannschaft: Biedler, Heinecke, Maserath, Greif, Reinhardt, Steffe, Methling, Spangenberg, Smieszek, W. Schulz und weitere Mitglieder.
Auf der Versammlung vom 4. Oktober 1951 wurde erstmals der zweite Spielabend gefordert, der für uns zum Problem wurde und erst im Herbst 1955 einigermaßen zu unserer Zufriedenheit ausfiel. Aber schon damals war es so, dass die Versammlung zwar diesen zweiten Spielabend einstimmig beschloss, die Resonanz aber ausblieb. ---
Plötzlich, im Oktober 1951 fanden sich sechs Jugendliche ein! Natürlich waren es Fußballer, von denen aber nur Lutz Siebert, Günter Geltz und Kurt Fleischmann bei uns blieben und schon gutes Können mitbrachten.
Die Clubmeisterschaft 1951/52 sah 33 Teilnehmer in zwei Klassen vereinigt, und zum dritten Male konnte sich Kurt Moldenhauer mi 11½ Punkten in die Siegerliste einschreiben. Hinter ihm kamen Georg Hanisch und Oskar Ott punktgleich ein, und erst ein Stechen brachte Georg Hanisch den 2. Platz ein. --- In der B-Gruppe gelang es unserem Senior Wilhelm Schulz, Sieger zu werden und Spieler wie Methling und Greif  auf die Plätze zu verweisen. --- In der Jugendgruppe siegte Günter Geltz (12) vor Lutz Siebert (10), Zieme (6) und Fleischmann (5)
Der Verband hatte erstmals die Pokalmeisterschaft ausgeschrieben. Auf Vereinsebene siegte Georg Hanisch vor Kurt Moldenhauer, Max Hanisch und Willi Heinecke. Auf Verbandsebene schieden unsere Teilnehmer aber bald aus.
Freundschaftsspiele gegen Weiße Dame verloren wir mit 5:9 und 5:8. Auch das Rückspiel gegen Siemens an 25 Brettern verloren wir mit 5½:19½. Der Kampf gegen die SG Eckbauer ging ebenfalls mit 10:14 Verloren , doch konnten wir aus diesem Ergebnis gute Schlüsse für die Meisterschaftsspiele ziehen.

Dem eifrigen Verfechter des Blitzspiels, Hans Biedler, ist es zu verdanken, dass diese Spielart bei uns Eingang und in der Folge recht viel Freunde fand. Für den Sieger des ersten Blitzturniers am 2. Weihnachtsfeiertag 1952 stiftete Hans Biedler das bekannte Högfeld-Bild "Schachmatt" und Günter Petznick war mit 13 Punkten glücklicher Sieger. Ihm folgten Johann Dreilich  Hans Biedler selbst auf den Plätzen. Mit Stoppuhr und leerem Bierglas als Gong wurde die Zeit gemessen; primitiv, aber es ging recht gut.
Die Clubmeisterschaft 1952/53 brachte mit Kurt Schmidt (17) einen neuen Mann als Sieger hervor. Georg Hanisch verteidigte seinen 2. Platz mit Erfolg,und auf dem 3. Platz landete J. Dreilich vor Albert Radtke. Der Titelverteidiger landete auf dem 13. Platz und musste dem jugendlichen Lutz Siebert noch den Vortrittlassen. In der B-Klasse siegte Hermann Steinemann (13,5) vor Erich Klatt (13) und Günter Geltz (11,5).
Die Schachgruppe Hertha 06 war nun auf 41 Mitglieder angewachsen. Wir meldeten zu den Verbandskämpfen vier Mannschaften, denn alle Mitglieder sollten zum Einsatz kommen. Unsere 1. Mannschaft brachte uns den ersten großen Erfolg. Sie errang in ihrer Gruppe die Meisterschaft! Die Meistermannschaft hatte folgendes Aussehen: K. Schmidt, G. Hanisch, Kulick, Radtke, Petznick, Dreilich und Moldenhauer. Auch die Zweite hatte sich verbessert und erreichte schon den 7. Platz. Die "Dritte" belegte in C den 8. Platz und die "Vierte" bildete das Schlusslicht in der Tabelle. Die Erfolge machten uns Mut und wir stellten uns höhere Aufgaben. Zum nächsten Clubkampf am 17.5.53 gingen wir zu Springer Tegel (Zwischenliga) und brachten es fertig, Springer mit 11:3 zu überrennen! Auch das Rückspiel endte 9 : 8 für uns. In Clubkämpfen gegen Weiße Dame spielten  wir schon 4,5 :4,5 und sogar zum 7:6 Sieg reichte es. Die Pokalmeisterschaft 1953 brachte mit Fritz Hammel einen ergeizigen Spieler in den Vordergrund, der K. Schmidt, H.-J. Storrund H. Steinemann ausschaltete.
In der Mitgliederversammlung am 2.7.53 wurde  der Mitbegründer der Schachabteilung Karl Lehmann, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Vorstand mußte, bei nun 51 Mitgliedern, verstärkt werden. K. Moldenhauer wurde wieder Vorsitzender, W. Schetschorke wieder Spielleiter. Zum 1. und 2. Schriftführer wurden Hans Bethke und H.-J. Storr gewählt. 1. Kassierer wurde H. Steinemann und als 2. Kassierer fungierte Günter Spangenberg. Auf dieser Versammlung wurde die von Kurt Moldenhauer entworfene Nadel als eigenes Abzeichen eingeführt.
Im November1953 kriselte es in der Schachgruppe und Moldenhauer erklärte seinen Austritt. Bis zur nächsten Versammlung wahrte Schetschorke die Interessen der Abteilung. ~~~Weihnachten fand wieder ein Blitzturnier statt. K. Trautvetter wurde Vereins - Blitzmeister (15) vor August Marks (14), Dreilich (13) und den Jugendlichen Siebert und Kleischmann (je 12).
Am14. Januar 1954 wurde Hermann Steinemann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damit begann eine neue Äera. W. Schetschorke wurde 2. Vorsitzender unter Beibehaltung seines Spielleiterpostens. Hans Schlüter hatte schon im November das Kassenamt übernommen.
Inzwischen waren wieder die Verbandskämpfe 1954 angelaufen. Unsere Erste hatte sich in der höheren A-Klasse gut bewegt und erreichte zur allgemeinen Überraschung den 2. Platz hinter Wittenau II. Auch die 2. Mannschaft erfreute uns mit dem 2. Platz in Klasse B hinter Wittenau III. Die Dritte wurde notgedrungen in die höhere B-KLasse übernommen und konnte sich dort behaupten. Selbst unsere Vierte hatte sich verbessert und landete in Klasse C auf dem 7. Klatz.
Die Clubmeisterschaft 53/54 in drei Klassen wurde wieder eine Beute von K. Schmidt (10,5) vor Petznick (8,5) Und A. Marks(8). In Klasse B siegte H.-J. Storr(8,5) vor GG. Geltz (7,5) sowie Willi Heinecke und Erich Klatt (je 6,5). Sieger in Klasse Cwurde Hans Pöthig (12) vor Alfred Andree und K. KLeischmann (je 10).
Am 4. März 1954 hatten wir unsere erste Simultanvorstellung mit Schachfreund Richard Steinmetz vom Schachclub Wilmersdorf. Steinmetz brachtefür seine Gegner als Anerkennung guten Spiels sogar kleine Buchpreise mit! Wo gibt es noch so etwas? Von den 19 Partien musste Steinmetz 7 Partien als verloren und eine Partie remis geben. Sicher hatte er nicht mit solchem Widerstand bei unds gerechnet.. --- Zur Saison - Abschlussfeier war Schfr. Steinmetz wieder bei uns und demonstrierte uns sein gewonnene Partie gegen Dr. Euwe. Studien über Eröffnungen und Endspiele fanden beiunseren Mittgliedernein gutes Echo. Es war in jeder Hinsicht ein gelungener Abend!
 ---Pokalmeister 1954 wurde K. Schmidt vor Petznick, Siebert und Hanisch.---
Manfred Giray (Schriftführer) und Kurt Klaue(2. Kassierer), als neue Leute, waren Mitglieder im neuen Vorstand geworden.

Am 28.August folgten wir einer Einladung der BSG - Motor Vetschau in den Spreewald. Zwar sollten alle Abteilungen Herthas dran teilnehmen, aber nur die Schachgruppe allein hatte zu der Fahrt in die DDR Mut bewiesen. Diese Begegnung wurde zu einem schönen gesellschaftlichen Ereignis und alle Teilnehmer zehren noch lange von der frohen und schönen Fahrt. Sportlich waren wir den Spreewäldern klar überlegen. Der eigentliche Kampf wurde wegen anderer Veranstaltungen abgebrochen und endete 8:7 für uns während wir in zwei Blitzkämpfen eindeutig 10:4 und 11:3 siegten. ---Einen Wettkampf gegen BSG Nord-Fürstenwalde, gewannen wir mit 7,5:1,5 und das Rückspiel in Charlottenburg endete 12,5:2,5 zu unseren Gunsten--- Aa7. November folgte inFürstenwalde der Großkampf Humboldt/Hertha06 gegen eine Auswahl des Bezirks Frankfurt/Oder an 40 Brettern. 24 Humboldt- und 16 Hertha06Spieler errangen einen Sieg von 21:19, wobei jeder Verein 10,5 Punkte herausholte. Schachfr. Steinmetz, inzwischen unser Mittglied geworden, besiegte dabei am 1. Brett, Groschupf, den elften der DDR-Meisterschaft.--- Die Jahre 1953/54 waren nun schon zu Erfolgsjahren Geworden!
Die Mannschaftsmeisterschaften 1955 wurden wieder ein großer Erfolg für Hertha 06, gelang es doch unserer 1. Mannschaft sich das zweite Mal eine Gruppenmeisterschaft zu erkämpfen. Wir wurden Sieger in der A-Klasse !!! Es waren recht harte Kämpfe, denn nach fast jeder Runde war ein anderer Verein Spitzenreiter. Herthas Vertreter in dieser Mannschaft waren: Steinmetz, Trautvetter, G.Hanisch, Petznick, A.Marks, Radtke und Dreilich ja sogar Geltz und Siebert als Ersatz waren am Sieg beteiligt. ---Die Zweite belegte in Klasse B einen guten 3. Platz, während die Dritte durch Siegvorteil dem Abstieg nach C entgehen konnte. Die Vierte blieb wieder einmal als Schlusslicht der Tabelle hängen.
Ostern 1955 erfolgte das Rückspiel gegen Vetschau bei uns und sah uns mit 8:2 als Sieger.

Die Clubmeisterschaft 54/55 Wurde erst im Stichkampf von Steinmetz gewonnen. Trautvetter (5,5) wurde Zweiter, während Marks (5) einmal mehr auf dem 3. Platz landete. In Klasse A setzte sich Fritz Mammel(8,5) durch und verwies Heinecke (7,5) und Siebert (5,5) auf die Plätze. In Klasse B siegte H. Greif (6) Kleischmann, Donath, Klaue und Reinhardt endeten punktgleich( je 5) auf dem 2.Platz. Sicherer Sieger in Klasse C wurde Alfred Raue (18) vor Ingo Kostorz (16) und Erhard Andree (15), der das Turnier krankheitshalber nicht beenden konnte.
Am Himmelfahrtstag 1955 erlitten wir bei König Tegel eine 9:10 Niederlage.
Pokalmeister wurde Hans Schüler vor Siebert und Steinemann.
Die Clubmeisterschaft 1955/56 ist noch nicht beendet, ebenso die Verbandskämpfe.
Aus Anlass des 50jährigen Bestehens von Hertha 06 veranstalten wir ein Jubiläumsturnier, zu dem wir die Vereine Damen-Schachklub, Siemens und König Tegel eingeladen haben und dessen Ergebnis auf dem Jubiläumsfest bekannt gegeben werden.

Unter dem Mitgliederbestand haben wir die Spreu vom Weizen getrennt und können sagen, dass die 40 Mitglieder der Schachgruppe treu zur Fahne Hertha 06 stehen!

Alle Meister bis 1980

Meister

Unsere Clubmeister bis 1955

1950 - 52 Kurt Moldenhauer
1953/54  Kurt Schmidt
1955 Richard Steinmetz

Unsere Pokalsieger bis 1955

1952 Georg Hanisch
1953 Fritz Mammel
1954 Kurt Schmidt
1955 Hans Schüler

Unsere Blitzmeister bis 1955

1953 Günter Petznick
1954/55 Karl Trautvetter

Berliner Mannschaftsmeisterschaften

1952 1. Mannschaft 3.Platz in Klasse B
1953 1. Mannschaft Sieger in Klasse B
1954 1. Mannschaft 2. Platz in Klasse A
     2. Mannschaft 2. Platz in Klasse B
1955 1. Mannschaft Sieger in Klasse A
     2. Mannschaft 3. Platz in Klasse B
 
Hertha06-Emblem

50 Jahre Schachabteilung des CFC Hertha 06 Berlin e.V.
 

Festveranstaltung im Hotel Christophorus-Haus im Ev. Johannesstift Spandau.
 

Vom 09. bis 12. Juni 2000 hatte die Schachabteilung befreundete auswärtige und Berliner Gäste zu Ihrer Jubiläumsveranstaltung eingeladen.

Nach der Begrüßung der Gäste sollte ein Blitzturnier mit unseren Schachfreunden aus Kronach, Wolgast und Meerbusch um 19 Uhr stattfinden. Leider blieben die Kronacher im Stau stecken, so dass wir ohne sie mit über einer Stunde Verspätung das Vorrundenturnier mit 24 Teilnehmern begonnen haben. Nach über achtstündiger Autofahrt waren die ersten drei Kronacher in Berlin angekommen und konnten nun wenigstens die Endrunde mitspielen.

Unser Jubiläumsturnier wurde am Pfingstsamstag mit sieben Mannschaften zu je sechs Spielern und 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie ausgetragen. Neben den auswärtigen Gästen nahmen außerdem König Tegel, SC Lavandevil und Hertha 06 mit zwei Mannschaften teil.

Nach der Siegerehrung stärkten wir uns mit belegten Brötchen und einem wohlverdienten Bier, ehe es zur Fahrt in die Altstadt von Spandau ging. Hier erwartete uns Knut Kühn vor dem Brauhaus mit seinem Bollerwagen und einem 30 Liter Bierfass. Nachdem jeder der 40 Teilnehmer ein Glas in der Hand hatte wurde angezapft. Mit viel Witz und Humor brachte uns der alteingesessenen Spandauer Knut die historischen Sehenswürdigkeiten näher. So zuckelten wir, immer ein frisch gezapftes Bier (eher wohl Schaum Anm. d. Red.) in der Hand, durch Spandau. Der 1. Vorsitzende von Meerbusch Jochen Henschel sagte spontan, wenn ich das zu Hause erzähle, glaubt mir das kein Mensch. Alle hatten ihren Spaß und wir beendeten den gelungenen Tag mit ein paar weiteren Bierchen im Brauhaus Spandau.

Am Pfingstsonntag um 10 Uhr fuhren wir mit dem “Roten Cabriolet“ der BVG durch Berlin. Die Fahrt ging von Spandau über Charlottenburger Schloss, Kurfürstendamm, Kranzler-Eck, Gedächtniskirche, Potsdamer Platz, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag, Schloss Bellevue, Siegessäule, Russisches Ehrenmal, Leipziger Straße, Rotes Rathaus in Richtung Frankfurter Allee. Hier war für uns im Gasthof Bauernlümmel die urige, gemütliche Bauernstube reserviert. Es gab zünftige Speisen und Getränke. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es mit Bahn und Bus zurück ins Hotel.

An unserer Abendveranstaltung zum Schluss der Jubiläumstage konnten wir fast 70 Gäste begrüßen, die mit uns 50 Jahre Schachabteilung Hertha 06 feiern wollten. Neben den auswärtigen Gästen konnte ich den Präsidenten unseres Vereins Wolfgang Sandow mit Frau, den Hauptgeschäftsführer Günter Gehrke mit Frau, sowie den 1. Vorsitzenden von König Tegel Manfred Rausch begrüßen.

Als Gastgeschenk bekamen wir von den Kronachern ein Bild von der Stadt Kronach mit Festung und einem Flößer, der symbolisieren sollte, dass einige Herthaner bei ihrem letzten Besuch das Flößerdiplom bestanden haben. Die Wolgaster brachten uns eine Kristallsäule mit Gravur zum Andenken mit. Die "Meerbuscher" überreichten uns einen Keramikteller mit dem Wappen ihrer Stadt, den sonst nur der Bürgermeister persönlich verschenkt.

Für die Glückwünsche und Geschenke wurde den Vereinen gedankt. Wolfgang Sandow überreichte mir im Namen der Mitglieder der Schachabteilung für meine Vereinsarbeit 20 Jahre 1. Vorsitzender der Schachabteilung eine aus einem grünen Schmuckstein gefertigte dekorative Tischuhr. Ich möchte mich bei den Schachkameraden bedanken und allen versichern, dass dies nur möglich war, weil ich im Vorstand die nötige Unterstützung erhielt zum Wohle unseres Vereins.

Für das leibliche Wohl sorgte ein kalt-warmes Büfett und für die musikalische Unterhaltung war Christian Stimmelmayr mit seinem Partner Manfred und dessen Frau Ruth verantwortlich. Als Showeinlage brachte das Duo “die Liebestöter“ Lieder aus den dreißiger- und vierziger Jahren und heizte damit die Stimmung ganz schön an. Trotz der großen Hitze wurde bis spät in die Nacht gefeiert, und die letzten gingen erst nach 1 Uhr nach Hause.

Zur Verabschiedung der Gäste waren einige treue Herthaner mit ihren Frauen nochmals ins Johannesstift gekommen.

Ich glaube sagen zu dürfen, daß die Jubiläumstage für alle die dabei waren ein Erfolg war und wir mit dem gebotenen Programm mehr als zufrieden sein können.

Spätestens im Jahre 2006, wenn der CFC Hertha 06 100 Jahre alt wird, hoffe ich auf ein Wiedersehen in Berlin.

Günter Steinmetz
 

Jubiläumsturnier 50 Jahre CFC Hertha 06
  Mannschaften 1 2 3 4 5 6 7 Mannschaftspunkte Platz
1 SC König Tegel   4 5 3,5 5,5 5 5 12 1
2 SG Hertha 06 I 2   4,5 4,5 3,5 5,5 6 10 2
3 Kronacher SK 1 1,5   3 4,5 4 4 7 3
4 SC Lavandevil 2,5 1,5 3   3,5 3 3,5 6 4
5 SG Hertha 06 II 0,5 2,5 1,5 2,5   4,5 4,5 4 5
6 SV Mot. Wolgast 1 0,5 2 3 1,5   3 2 6
7 SC Meerbusch 1 0 2 2,5 1,5 3   1 7

 

Am Pfingstfreitag hatten sich 24 Schachfreunde aus Wolgast, Meerbusch und Berlin zum Jubiläumsblitzturnier versammelt. Es wurden zwei Vorrundengruppen gebildet aus denen sich die jeweils vier Besten für das A-Finale qualifizierten. Der Rest bildete das B- und C-Finale. Da die Kronacher Schachfreunde im Stau stecken geblieben waren, konnten sie erst an den Endrunden teinehmen. Durch Verzicht einiger Teilnehmer kamen wir dann doch wieder auf 24 Teilnehmer. Nach spannenden Verlauf setzten sich dann auch wieder die Favoriten durch, Sieger des A-Finals wurde Savoric, 2-4 punktgleich,
Horter,Neumann u. Netzer. 2. Nach Wertung Sfr.Horter. Erster des B-Finals wurde Sfr. R. Paul, (er hatte mich überredet an seiner Stelle das A-Finale zu bestreiten, er wuste warum!) vor Sfr. Radmacher. Im C-Finale waren die Gäste aus Meerbusch fast unter sich, hier teilte sich ex Herthaner Goretzki den 1. Platz mit seinem Vereinskameraden Ekal.

Vorrunde Gruppe 1 Vorrunde Gruppe 2
1 Savoric Hertha 10,5
2 Neumann Hertha 9,5
3 Netzer Hertha 8
4 Gnadl Hertha 6,5
5 Fode Hertha 5,5
6 Radmacher Meerbusch 5,5
7 Rother Hertha 7,5
8 Salger Meerbusch 4
9 Henschel Meerbusch 3,5
10 Hellmann Wolgast 3,5
11 Bohmbach Hertha 3
12 Günther Meerbusch 2
1 Roloff Hertha 8,5
2 Siebert,L Hertha 8,5
3 Dehne Hertha 8
4 Paul, R Hertha 7,5
5 Langer Hertha 7,5
6 Hankow Hertha 6,5
7 Blosze Wolgast 6,5
8 Goretzki Meerbusch 3,5
9 Jacob Hertha 3
10 Corneli Meerbusch 2,5
11 Paul, W Hertha 2,5
12 Ekal Meerbusch 1,5
A - Finale B - Finale
1 Savoric Hertha 6
2 Horther Kronach 5
3 Neumann Hertha 5
4 Netzer Hertha 5
5 Dehne Hertha 3,5
6 Siebert,L Hertha 2
7 Langer Hertha 1,5
8 Roloff Hertha 0
1 Paul, R Hertha 5,5
2 Radmacher Meerbusch 5
3 Gnadl Hertha 4,5
4 Blinzler Kronach 4
5 Blosze Wolgast 2,5
6 Jacob Hertha 2,5
7 Bohmbach Hertha 2
8 Gerstner Kronach 2
C - Finale
1 Goretzki Meerbusch 5,5
2 Ekal Meerbusch 5,5
3 Paul, W Hertha 5
4 Günther Meerbusch 4,5
5 Corneli Meerbusch 3,5
6 Salger Meerbusch 2
7 Henschel Meerbusch 1
8 Hellmann Wolgast 1
  

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